Mit diesen beiden Tipps machst du G-1000 einzigartig

Die schwedische Firma Fjällräven profitiert noch heute vom Erfindergeist des Gründers Åke Nordin. Nach einer Grönland Expedition im Jahr 1966 bei der er ein Zelt testen lies, unterhielt er sich mit den Teilnehmern der Expedition und wollte die Outdoorkleidung revolutionieren.
Er verwendete dazu das Zeltgewebe, da es alle Eigenschaften besass, die er bei der bis dahin verfügbaren Kleidung vermisste. Allerdings war die erste Jacke die er schuf nicht wasserabweisend und so tüftelte er weiter und erinnerte sich an seine Jugendzeit in Örnsköldsvik wo er beim Skispringen nicht nur die Skier, sondern auch den Hosenboden wachste, damit der Hintern trocken blieb.

Mit einem Heissluftfön erhitzte Åke eine Mischung aus Paraffin und Bienenwachs und machte so den Stoff wasserabweisend, winddicht und sogar noch strapazierfähiger. Die erste Grönlandjacke kam 1968 auf den Markt und das “G” in G-1000 erinnert auch noch nach 50 Jahren an den Ursprung des vielseitigen Outdoor-Materials.

Wie imprägniert man seine Kleidung aus G-1000 nun richtig?

Man benötigt drei Dinge um seine Fjällräven-Bekleidung aus G-1000 imprägnieren zu können:

  • Kleidungsstück aus G-1000
  • Grönlandwachs
  • Wärmequelle (Bügeleisen, Fön, Gaskocher, Wäschetrockner, etc.)

Zunächst streicht man mit dem Wachsblock über die Bereiche der Kleidung die man wasserabweisend und winddicht machen will, oder über jene, die starker Beanspruchung ausgesetzt sind. Dazu befinden sich im nächsten Abschnitt mehr Informationen.

Dann erhitzt man das Wachs, damit es langsam in das Gewebe einziehen kann. Man kann diesen Vorgang auch wiederholen um an speziellen Stellen noch mehr Wachs in das Gewebe eindringen zu lassen und es so noch mehr zu verstärken.

Fjällräven spricht bei der Wärmequelle immer von einem Bügeleisen oder Fön, wenn man seine Kleidung unterwegs nachwachsen will kann es auch mal ein Gaskocher sein. Hier ist aber grosse Vorsicht geboten, damit man die Hose oder die Jacke nicht verbrennt. Immer aus grosser Distanz langsam zur Flamme hinbewegen damit man den Punkt ab dem das Wachs schmilzt beobachten kann. Ach ja – Natürlich sollte man das Kleidungsstück vorher ausziehen.

Was wir bei survival.ch bereits erfolgreich getestet haben ist das Erhitzen mit einem Wächetrockner. Hier wird das Kleidungsstück sehr gleichmässig erwärmt und Nähte, Kanten und Taschen müssen nicht mühsam mit dem Bügeleisen nachgefahren werden. Einfach die Jacke oder Hose nach dem Auftragen des Grönlandwachs in den Trockner geben und nach fünf Minuten überprüfen, wie weit das Wachs schon eingezogen ist. Das kann man dann solange wiederholen bis es vollständig vom Gewebe aufgenommen ist.

Welche Bereiche der Kleidung sollte man stärker wachsen?

Das besondere an Bekleidung aus G-1000 ist, dass man sie ganz nach seinen individuellen Bedürfnissen anpassen kann und so eine Jacke oder Hose für verschiedene Aktivitäten geeignet ist.

Fjällräven

Fjällräven Greenland Wax Bag

CHF 19.9Zum Produkt

Wenn man mit Rucksack in der Natur unterwegs kann man den Rücken der Jacke wachsfrei lassen, damit hier die Körperwärme und Feuchtigkeit gut entweichen kann. Die Vorderseite wird gut gewachst um Wind vom Körper fernzuhalten und so nicht auszukühlen. Die Schultern werden mit einer doppelten Schicht Wachs bearbeitet um sie vor der Reibung der Rucksackträger zu schützen.

Bei Wanderungen durch hohes Gras, das vom Morgentau oder Regen noch nass ist, können die Beine der Hose gewachst werden, damit sie die Nässe gut abhalten können.

Wenn man in wärmeren Gefilden unterwegs ist, wäscht man das Wachs einfach aus der Kleidung aus, in dem man es bei 40 Grad in der Waschmaschine wäscht. So erhält man ein Kleidungsstück das sehr atmungsaktiv ist.

Fjällräven

Fjällräven Singi Trekking Jacke, dunkelolive

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