IM WINTER DRAUSSEN SCHLAFEN

Die Zeit der kalten, langen Nächte hat begonnen und umso wichtiger ist die Wahl des passenden Schlafsack und dessen Handhabung.

Speziell für die Winternächte solltet Ihr darauf achten, dass Euer Schlafsack auch für die entsprechenden Verhältnisse ausgelegt ist. Empfehlenswert sind hier Mumienschlafsäcke mit Kapuze, verschliessbarem Wärmekragen und speziell innen abgedeckten Reisverschlüssen, um den Wärmeverlust über diese Wege möglichst gering zu halten.

Wenn Ihr wisst bis zu welchen Temperaturen Ihr die Natur nachts draussen geniessen möchtet, ist es gut wenn Ihr Euch bei den Herstellerangaben auf die sogenannte Komfortzone und nicht auf den Extrembereich konzentriert. In dieser Jahreszeit sind die Nächte lang und man verbringt schon einige Stunden im Schlafsack. Darum sollten die in den Komfortzonen angegebenen Temperaturbereiche auf den Schlafsäcken auch den jeweiligen Temperaturen der Realität entsprechen. Je nachdem wie viele Nächte Ihr draussen sein wollt, ist es umso wichtiger den Schlafsack trocken zu halten beziehungsweise nach Gebrauch zu trocknen. Innenseite nach aussen, wobei hier Kunstfasern als Füllmaterial schneller trocken und robuster als Daunen sind. Diese Schlafsäcke sind aber auch schwerer und haben das grössere Packmass. Daunen dagegen verfügen über ein hohes Füllvolumen, damit eine hohe Wärmeisolation, sind leichter und haben ein geringeres Packmass. Für Mehrtagestouren mit wechselhaften bis hin zu feuchten Wetterbedingungen bei denen Ihr wenig Zeit habt um den Schlafsack zu trocknen, empfehle ich daher Kunstfasern. Bei nur einer Übernachtung oder Touren mit trockenen Bedingungen oder ausreichenden Möglichkeiten zum trocken, ist Daunen sicher Top. 

Hier ein paar Tipps zum draussen schlafen:

Den Schafsack so zeitig wie möglich aus dem Kompressionssack nehmen, damit das  Füllmaterial sich richtig und rechtzeitig wieder ausdehnen kann und so gut isoliert.

Ein paar zusätzliche warme Socken mit in den Schlafsack nehmen, diese kann man dann bei Bedarf noch anziehen (ich ziehe diese Zusatzsocken am Anfang nur über meine Zehen, so kann ich wenn es kälter wird und ohne lange zu suchen die Socken einfach über den ganzen Fuss hochziehen).

Nie in den Schlafsack Atmen, damit führt Ihr nur zusätzliche Nässe hinein die Euer Körper in der Nacht schon genug abgibt.

Ein heisses Getränk oder warmes Essen kurz vor dem Schlafen, eine am Feuer gewärmte Metall-Trinkflasche oder heisse Steine (über beides kann man eine Socke ziehen oder diese in ein Shirt einwickeln um sich nicht zu verbrennen) erhöhen hier den Wärmekomfort.

Den Schlafsack in den Kompressionssack stopfen und nicht rollen, dass geht leichter und schont das Material, da nicht immer nach dem gleichen Muster zusammengelegt wird. Bei nicht gebrauch den Schlafsack ohne Kompressionssack aufbewahren, damit wird die Lebensdauer erhöht.  

Und nicht vergessen, ein guter Schlafsack ohne die richtige Bodenisolation oder Isolationsmatte ist nur die halbe Miete!!!!

Sicher könnte man zu diesem Thema noch viele Seiten füllen aber ich hoffe die wenigen kleinen Tipps helfen Euch schon ein bisschen weiter.

LG und viel Spass in der Natur, Euer Taro     

 

Direkt zu den Schlafsäcken (Link)

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(1) Kommentare

  • Rechtliches

    Könnt Ihr mal ein Text zur aktuellen Gesetzteslage über den Aufenthalt in der Wildniss in der Schweiz machen. Wenn man so die Zeitung in letzter Zeit liesst, kommt man zu dem Schluss das die Schweiz das aussteigerfeindlichste Land der Welt ist.

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