Fallschirmjäger-Tagebuch Teil IV: Der Eingangstest als erste Härteprüfung

Teil 4 - Der Eingangstest

Von den 75 Teilnehmern, die anreisen sollten, standen am Dienstagmorgen nur 56 Soldaten zum Lehrgang angetreten. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung durch den Chef der Inspektion verlegten wir im Laufschritt zum Gelände, auf dem der Eingangstest stattfinden sollte.

Die hügelige und zum Teil steile Strecke dorthin stellte die ersten Männer schon vor dem Test vor eine Herausforderung. Einer der Ausbilder lief immer vorn und gab das Tempo vor. Fielen welche aus der Gruppe ab, mussten alle umdrehen, bis auf ihre Höhe zurücklaufen und den Weg erneut bewältigen.

Um den Eingangstest zu bestehen musste die deutsche Hindernisbahn in weniger als 2:15 min mit Waffe und Secondline absolviert werden. Im Anschluss folgte ein 3000 m Geländelauf mit mindestens 10 kg Gepäck, der in unter 19 min erfüllt werden musste.

Anschließend ging es im Laufschritt mit einigen Extrarunden zurück in die Kaserne, wo die Möglichkeit bestand sich trocken zu legen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren 9 weitere Teilnehmer ausgeschieden. Bei Temperaturen knapp unter 0° C aber mit Hinblick auf den Eingangstest habe ich mich sowohl für die WOOLPOWER Socken als auch für das Longsleeve entschieden, da beides für die Zeit der Belastung nicht zu warm war, aber in den kurzen Zwischenpausen trotz Feuchtigkeit dank der Merinowolle warm hielt. Für längere und vor allem absehbare Belastungspausen, sollte man hier jedoch noch eine zusätzliche Jacke überziehen oder generell auf das 400mg starke Longsleeve setzen.

 

Der Nachmittag und Abend war von Unterrichten geprägt, bevor es am später mit kompletter Ausrüstung eine „Einführung“ in die Strecke der Extrarunde gab, die es so oft zu absolvieren galt, bis die vorgegebene Zeit gehalten wurde. Die folgenden Stunden waren durch die Ausbildung in Knoten, Bunde und improvisiertem Klettergeschirr gefüllt, bevor eine haargenaue Überprüfung der Ausrüstung stattfand, in der die kompletten Gegenstände wiederholt in knappen Zeitansätzen erst ver- und dann wieder ausgepackt werden mussten. Da die Zeit nicht von allen in der Gruppe gehalten werden konnte, wurde zum Ende des Tages noch eine Extrarunde gelaufen.

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