Die Petromax schmiedeeiserne Pfanne sp24

In dieser Reihe dreht sich alles um das Essen und die Zubereitung möglichst unter freiem Himmel.

Wie typisch für unser digitales Zeitalter, fehlt auch mir meistens die Zeit, um mir vernünftiges Essen zu machen. Vor allem macht es die Industrie einem sehr einfach. Überall und an jeder Ecke wird schnelles Essen angeboten. Allzu oft ertappe ich mich, wie ich so schnell wie nur irgendwie möglich mein Essen runterschlinge und dabei dauernd von meinen digitalen Geräten abgelenkt werde. Darum war ich umso faszinierter als ich im Internet über die Marke Petromax gestossen bin. Irgendetwas in mir sagte, dass dies genau das Richtige ist, um aus Essen und deren Zubereitung wieder das zu machen, was es ursprünglich gewesen ist. Nämlich ein Erlebnis.

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Nachdem ich mich ausführlich über den Werkstoff Gusseisen und deren Verwendung informiert habe, tätigte ich meine Bestellung von diversen Petromax Artikeln. Dabei überkam mich auch eine leichte Skepsis. All die Jahre habe ich stetig versucht das Gewicht meines Equipments so niedrig wie nur irgendwie möglich zu halten. Begonnen habe ich mit Edelstahl, weiter ging es mit Aluminium und am Ende bin ich bei Titan gelandet. All der Aufwand nur um am Ende wieder auf einen Werkstoff - dessen Gewicht nicht im Gramm - sondern eher im Kilogramm bewegt zurück zu gehen?

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Nachdem meine Lieferung endlich angekommen war und sich das Wetter auch wieder gebessert hat, konnte ich es kaum erwarten meine verschiedenen Kochutensilien auszuprobieren.

Der Vorteil von Gusseisen besteht ganz klar in seiner Robustheit und Langlebigkeit. Zudem ist er äusserst leicht zu reinigen und man benötigt ausser Wasser nicht mehr. Im Gegenteil sollte man Abwaschmittel meiden. Um die Pfanne in Betrieb zu nehmen muss man zuerst den Vorgang des Einbrennens anwenden. Dies dient dazu, Gegenstände, die aus Gusseisen sind, ihre charakteristische Patina zu geben, welche als Schutz dient und dafür sorgt, dass eure Gusseisensachen nicht zu rosten beginnen.

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 Der Einbrennvorgang ist nicht sonderlichen kompliziert. Ihr braucht nur Kartoffeln, Salz und ein hoch erhitzbares Fett dazu. Die Kartoffeln schneidet ihr in kleine Scheiben. Je dicker sie sind, umso länger geht der Einbrennvorgang. Zuerst erhitzt ihr das Fett in der Pfanne. Dabei ist zu beachten, dass ihr die Pfanne langsam versucht zu erhitzen. Das Metall braucht Zeit um zu reagieren. Wenn das Fett seine Hitze erreicht hat. (Dies sieht ihr daran, wenn man eine Kartoffel in die Pfanne hineinlegt und sich blasen bilden). Wenn dies der Fall ist, könnt ihr die Kartoffeln in die Pfanne geben, grosszügig Salz über die Kartoffeln verteilen und die Kartoffeln ab und zu wenden. Ihr könnt die Kartoffeln richtig schwarz anbrennen. Hier sollte man beachten, dies draussen zu machen, da man mit starkem Qualm und Geruchsbildung rechnen muss.

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Wenn der Einbrennvorgang beendet ist, müsst ihr nur noch die Pfanne abkühlen lassen und sie mit warmem Wasser reinigen. Die Pfanne sollte nun dunkel gefärbt sein und die Patina zum Vorschein kommen. Nun folgt der angenehme Teil. Pfanne wieder auf das Feuer legen, Speck und Spiegelei hinein und braten lassen. Nach erfolgreichem ersten Kochvorgang sollte eigentlich nichts an der Pfanne kleben bleiben. Wenn dies trotzdem der Fall sein sollte, könnt ihr dies auch mit schwerem Gerät wie Bsp. einem Ringreiniger entfernen. Jedes Mal, wenn ihr jetzt wieder ein Gericht in eurer Pfanne herstellt, wird die Patina weiter aufgebaut und es entwickelt sich der typische Geschmack von Essen das in einer Gusseisenpfanne hergestellt wurde.

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Damit euch eure Gusseisenprodukte möglichst lange Freude bereiten, sind einige Punkte bei der Pflege und dem Umgang zu beachten. Die Pfanne sollte nach jedem Gebrauch und der Reinigung mit einer Pflegepaste eingerieben werden. Dies verhindert die Rostbildung. Sollte euer Produkt trotzdem mal zu rosten beginnen, da ihr die Pflege vernachlässigt oder euer Produkt draussen vergessen habt, einfach den Rost mit einer Drahtbürste entfernen und der weiter oben beschriebene Einbrennvorgang wiederhohlen. Wenn ihr dies alles beachtet, werden euch eure Gusseisenprodukte lange gute Dienste erweisen und könnten theoretisch auch über Generationen weitervererbt werden.

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Mich hat der Werkstoff Gusseisen vollkommen überzeugt und ich kann es kaum erwarten bis besseres Wetter kommt. Damit ich meine weiteren Produkte testen kann und um an der Verfeinerung meiner Gerichte weiterzuarbeiten.

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